In der EU Kommission vollzieht sich beim Thema „Verantwortliche Unternehmensführung“ aktuell ein Strategiewechsel. Dieser drückt sich etwa in einem von den Brüsseler Experten Ende Oktober vorgelegten Aktionsplan aus, der „eine neue EU-Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen„ vorsieht.
Hiermit will man die europäische Wirtschaft auf international anerkannte „Corporate Social Responsibility“ (CSR) -Leitlinien und -Grundsätze verpflichten und irreführende Werbeaussagen zur Ökoleistung von Produkten verbannen. Die Papiere enthalten hierzu Verpflichtungen und Anregungen für europäische Unternehmen und deren Stakeholder, die Mitgliedstaaten sowie für die Kommission selbst. Ein irreführendes Marketing im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt (das so genannte ‚green-washing‘) liegt vor, wenn Unternehmen einzelne umweltfreundliche Produkte und Aktivitäten deutlich vor den öffentlichkeitswirksamen Vorhang stellen, obwohl es sich bei diesen lediglich um einen Teil der gesamten, eher umweltschädlichen Unternehmensaktivität, handelt oder diese nur einen Teil der Spezifikation eines Produktes betreffen. Die Möglichkeiten, die Wirkungen der Unternehmenspolitik oder seiner Produkte „zum Wohle der guten Sache“ zu demonstrieren, sind vielfältig: So kann durch den Konsum eines Produktes etwa die Armut in einem Land oder auf einem Kontinent vorgeblich bekämpft und der Welthunger reduziert werden oder das Unternehmen behauptet (oft leider nur aus der eigenen Warte), Produkte besonders fair einzukaufen oder auf klimaverträgliche Weise herzustellen.
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