Vom Greenwashing zur Green-PR zur CSR von Klaus Nemelka

In der  EU Kommission vollzieht sich beim Thema „Verantwortliche Unternehmensführung“ aktuell ein Strategiewechsel. Dieser drückt sich etwa in einem von den Brüsseler Experten Ende Oktober vorgelegten Aktionsplan aus, der „eine neue EU-Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen„ vorsieht.

Hiermit will man die europäische Wirtschaft auf international anerkannte „Corporate Social Responsibility“ (CSR) -Leitlinien und -Grundsätze verpflichten und irreführende Werbeaussagen zur Ökoleistung von Produkten verbannen. Die Papiere enthalten hierzu Verpflichtungen und Anregungen für europäische Unternehmen und deren Stakeholder, die Mitgliedstaaten sowie für die Kommission selbst. Ein irreführendes Marketing im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Produkten auf die Umwelt (das so genannte ‚green-washing‘) liegt vor, wenn Unternehmen einzelne umweltfreundliche Produkte und Aktivitäten deutlich vor den öffentlichkeitswirksamen Vorhang stellen, obwohl es sich bei diesen lediglich um einen Teil der gesamten, eher umweltschädlichen Unternehmensaktivität, handelt oder diese nur einen Teil der Spezifikation eines Produktes betreffen. Die Möglichkeiten, die Wirkungen der Unternehmenspolitik oder seiner Produkte „zum Wohle der guten Sache“ zu demonstrieren, sind vielfältig: So kann durch den Konsum eines Produktes etwa die Armut in einem Land oder auf einem Kontinent vorgeblich bekämpft und der Welthunger reduziert werden oder das Unternehmen behauptet (oft leider nur aus der eigenen Warte), Produkte besonders fair einzukaufen oder auf klimaverträgliche Weise herzustellen.

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Welche Chancen haben Occupy & Co.?

Burg Guttenberg (12.12.2011): Die Occupy-Bewegung, die zur Zeit in Madrid, New York oder Frankfurt großes Aufsehen erregt, gibt den Beobachtern einige Rätsel auf: Wer sind diese zumeist jungen Leute, was treibt sie an, was hält sie zusammen? Dies ist Thema einer Analyse, die die Journalistin und Nachhaltigkeitsexpertin Heike Leitschuh für das neue JAHRBUCH ÖKOLOGIE 2012 vorgenommen hat. Sie hat sich etliche der neuen, meist kleinen Initiativen angesehen, die in den letzten Jahren zu den bisherigen Nichtregierungsorganisationen (NRO) dazu gestoßen sind. Für Heike Leitschuh ist klar: „Die globalisierungskritische und umweltbewegte Szene ist in den letzten Jahren jünger, bunter und vielfältiger geworden. Sie heißen Avaaz, Campact, Ausgestrahlt, Wikiwoods oder Greenleaks, LobbyControl, Utopia…

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Trampelpfade in unübersichtlichem Gelände von Nikolaus Huss

Versuchen wir es doch vielleicht einmal so: Als Pfadfinder habe ich angefangen, katholischer Wölfling in der evangelischen Diaspora Nürnberg. Erste Pionierarbeiten. Die weiteren Wege: Astavorsitzender an der Uni Bamberg, Hausbesetzung im Studienort Bamberg. Besetzt wurde ein Schinkelscher Turbinenbau, den die katholische St. Heinrich-Stiftung abreißen wollte. Mit über zweihundert verhafteten Personen die Besetzung erfolgreich beendet. Heute beherbergt der Turbinenbau die Volkshochschule. Und schon damals befand sich die vormalige Heimat katholische Kirche jenseits der Barrikaden. Frontenwechsel als Programm. Nach dem Studium dann die Geschäfte der grünen Landespartei in Baden-Württemberg besorgt. Tschernobyl war, nebst einigen Wahlkämpfen, meine erste kampagnentechnische Bewährungsprobe. Ich, einer der Guten. Vier Jahre lang.

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UN Klimakonferenz in Durban Deutsche Umweltstiftung fordert konkrete Ergebnisse

Berlin, 04.12.11: Die Deutsche Umweltstiftung kritisiert die bislang eher „taktischen und rhetorischen“ Beiträge der EU-Länder zur Klimakonferenz in Durban. Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung: „Die Zeit läuft davon. Bislang gab es weder zur Fortführung des Kyoto Protokolls,  noch bei der Finanzierung des Grünen Klimafonds entscheidende Fortschritte. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat unmittelbar vor seiner Abreise nach Durban mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Jetzt kommt es darauf an, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Am Ende der Klimakonferenz müssen konkrete Schritte zu konkreten Vereinbarungen stehen. Unverbindliche Absichtserklärungen gibt es genug.“

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Vom Saulus zum Paulus? von Prof. Dr. Stefan Schaltegger

Sie verschmutzen die Umwelt, halten sich nicht an Sozialstandards und sind einzig an hohen Gewinnen interessiert – mit dieser zum Teil heftigen Kritik sehen sich etliche Unternehmen und Branchen immer wieder konfrontiert. Von den Massenmedien ausgeschlachtete Negativbeispiele können nicht nur die Reputation, sondern auch den Umsatz schmerzlich sinken lassen. Längst jedoch zeigt sich auch ein anderer Trend: Wer in der Lage ist, seine Produktion und Produkte sowie das Geschäftsmodell und die Lieferkette nachhaltig auszugestalten, kann spürbare Wettbewerbsvorteile erwirtschaften. Die Zeiten, in denen allein wirtschaftliche Aspekte für den Erfolg ausschlaggebend waren, sind vorbei. Nur ökologisch und sozial vorbildliche Unternehmen erweisen sich als relativ skandalresistent und können auch langfristig wettbewerbsfähig bleiben und durch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen neue Zielgruppen erschließen. Solche Unternehmen avancieren damit selbst zu Triebkräften des Wandels hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

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Einfach aufladen Umweltbuch des Monats November 2011

Eines ist inzwischen allseits erkannt: der Klimawandel, die zunehmende Rohstoffknappheit und der drohende Verkehrsinfarkt erfordern grundlegend neue Verkehrskonzepte. Deutschland, die Industrie und die Regierung, setzen dabei ganz wesentlich auf die Einführung der Elektromobilität: Bis zum Jahr 2020 soll eine Million Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sein.

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Weil der Klimawandel keinen Schnauzbart trägt… von Ilona Jerger

Vom 28. November bis 9. Dezember findet der nächste UN-Klimagipfel statt. Dieses Mal im südafrikanischen Durban. 2010 hat der globale CO2-Ausstoß ein neues Rekordhoch erreicht: 33,5 Gigatonnen.

Angesichts solcher ungeheurer Mengen an klimaschädlichen Gasen wird es immer schwieriger, den Temperaturanstieg auf der Erde unter zwei Grad zu halten – was gefährliche Auswirkungen hätte.

Warum eigentlich folgen vielen schönen Worten auf vielen Klimagipfeln so wenige Taten?

Das wollte Ilona Jerger wissen und fand großen Gefallen an dieser Antwort:

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Industrie hadert mit den Folgen der Energiewende

Wiesbaden, 28.10.11: Der Deutsche Bundestag hat den schrittweisen Verzicht auf die Kernenergie bis Ende 2022 und die damit verbundene Energiewende weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien beschlossen. Bundeskanzlerin Merkel sagte dazu: „Wir können als erste große Industrienation die Wende zu einem hocheffizienten, erneuerbaren Energiesystem schaffen.“ „In der Praxis werden die Unternehmen aber völlig alleingelassen“, so beschrieb der hessische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Volker Weber, am Freitag in Wiesbaden die Ergebnisse einer Umfrage, die die Deutsche Umweltstiftung in Kooperation mit der IG BCE bei über 80 Unternehmen in Hessen und Thüringen durchführte, die zusammen über 40.000 Mitarbeiter beschäftigen. „Über…

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Deutsche Umweltstiftung begrüßt geplante Transaktionssteuer

Berlin (05.10.11): Die Deutsche Umweltstiftung dringt nach dem Vorschlag der EU-Kommission für eine Finanztransaktionssteuer auf deren schnelle Umsetzung.

„Die Transaktionssteuer ist ein erster Schritt, um die heißgelaufene Finanzwelt wieder in die Realität zurückzuholen“, sagte Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, am Mittwoch in Berlin gegenüber der Presse. Er betonte jedoch, dass bislang weder die Höhe der Steuer noch deren Mittelverwendung geklärt sei. „Auf keinen Fall darf es passieren, dass die Einnahmen aus der Transaktionssteuer am Ende im EU-Haushalt versickern oder sogar wieder als Subventionen im Finanzsektor landen.“

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Für eine Ökosoziale Marktwirtschaft von Franz J. Radermacher

Das Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung FAW/n in Ulm arbeitet in vielfältigen Kontexten an Zukunftsfragen und der Zielvorstellung einer nachhaltigen Entwicklung für die ganze Welt. Als Beiratsmitglied bei der Deutschen Umweltstiftung arbeite ich mit, weil diese Stiftung viele wichtige Projekte initiiert hat und Anlass zur Hoffnung gibt. Hoffnung, dass etwas bewegt werden kann – auch in schwierigen Zeiten. Wo setzen die eigenen Überlegungen an? Generell und in der Tradition des Club of Rome haben wir am FAW/n ab 1998 mehrere große Projekte der EU wesentlich mitgeprägt, die sich vor dem Hintergrund des Weges in die weltweite Informations- und Wissensgesellschaft mit der…

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