Politik der Zukunftsfähigkeit Umweltbuch des Jahres 2016

Das Buch „Politik der Zukunftsfähigkeit“ von Reinhard Loske ist Umweltbuch des Jahres 2016. Die Auszeichnung geht jährlich an ein oder mehrere Bücher, die im Laufe des Jahres die nachhaltigste Wirkung auf das Umweltbewusstsein in Deutschland entfaltet haben. Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, begründet die diesjährige Wahl des Preisträges: „Klar und strukturiert zeigt Reinhard Loske Vorläufer und Geschichte der Nachhaltigkeitsdebatten auf, ohne jedoch deren Versäumnisse zu verschweigen. Dabei werden liebgewonnene Irrtümer und Mythen bundesdeutschen Selbstverständnisses nicht verschont. Der Autor, Professor am Fachbereich Kulturreflexion der Universität Witten/Herdecke und Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin, entwickelt Inhalt…

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Die Welt im Anthropozän Umweltbuch des Monats Juli 2016

Die Menschheit hat den Planeten Erde so nachhaltig verändert, dass ein eigenes erdgeschichtliches Zeitalter entstanden ist: das Anthropozän. Dessen Grundmerkmal ist die dynamische Wechselwirkung zwischen technischer Zivilisation und Natur. Der Mensch hat diese Dynamik ausgelöst, kann sie aber nur unvollständig beherrschen. Das liegt auch am Widerspruch zwischen seinem biologischen und seinem geistigen Wesen, der sich auf das Verhältnis von Natur und Kultur überträgt. Die Folge ist eine ständige Spannung zwischen ökologischen Erfordernissen und humanitären Maßstäben. Für beide trägt der Mensch Verantwortung, die ihn im Denken und Handeln vor gewaltige Herausforderungen stellt. Ihre Bewältigung mit Suche nach Orientierung und Ausgleich kennzeichnet…

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„Die Suche beginnt neu, transparent und ergebnisoffen“ Deutsche Umweltstiftung begrüßt Abschlussbericht der Endlagerkommission

Berlin – 28.06.16: Am späten Montagabend beschloss die von Bundestag und Bundesrat vor zwei Jahren eingesetzte Endlagerkommission mit großer Mehrheit ihren Abschlussbericht. Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und eines der 16 stimmberechtigten Kommissionsmitglieder, stimmte dem Bericht nach zähem Ringen um letzte strittige Punkte schließlich zu:

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Wertewirtschaft Umweltbuch des Monats Juni 2016

Das Buch plädiert für eine stärker an menschlichen Bedürfnissen und Werten orientierte Marktwirtschaft. Er entwirft eine verhaltensbiologisch und vernunftethisch fundierte »Wertewirtschaft« und zeigt wie hierdurch das an sich unbegrenzte Wettbewerbs- und Zuwachsprinzip im Sinne einer sozial und ökologisch verträglicheren Wirtschaftsweise eingehegt werden könnte. Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem beruht ganz wesentlich auf dem Prinzip des Wettbewerbs. Dieses sorgt einerseits für materiellen Wohlstand – ist aber auch für die gravierende Beschädigung menschlicher Werte, sozialer Beziehungen und ökologischer Lebensräume mit verantwortlich. Ein Zuviel an Wettbewerb und dessen Ausdehnung auf unser soziales Miteinander und alltägliches Handeln ist daher problematisch. Nur beispielhaft zeigt sich dies…

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It’s the planet, stupid! Umweltbuch des Monats Mai 2016

Ein Klimawandel-Buch für Einsteiger. Die ausführliche Einleitung über den Klimawandel, seine Ursachen, Wirkungen und Verbindungen zu wirtschaftlichen Produktionsweisen ermöglicht einen leicht zugänglichen Einstieg zum Thema. Der Klimawandel ist da! Was können wir tun? Diese Frage richten die Journalistin Anja Paumen und der Biologe Jan-Heiner Küpper an sieben herausragende Experten aus dem deutschsprachigen Raum. Energie muss teurer werden, damit sie nicht mehr verschwendet wird, sagt der Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker. Deutsche Alleingänge zur Förderung von erneuerbaren Energien schaden der Wirtschaft, nützen aber nicht dem Klima, warnt der Ökonom Hans-Werner Sinn. Sein Kollege Mathias Binswanger fordert: Wirtschaftspolitik darf nicht allein auf…

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„Der Weltklimavertrag ist eine historische Herausforderung“ Jörg Sommer und Michael Müller präsentieren Buch zur Pariser Weltklimakonferenz

Berlin, 20.04.16: Am kommenden Freitag, den 22. April 2016 wird der im vergangenen Dezember in Paris ausgehandelte Weltklimavertrag in New York unterzeichnet. Deutschland wird zu den Erstunterzeichnern des Pariser Abkommens gehören: Das Bundeskabinett hat am 9. März beschlossen, das Abkommen zu ratifizieren. Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, erklärte dazu heute in Berlin bei der Vorstellung des Buches „Unter 2 Grad? Was der Weltklimavertrag wirklich bringt“: „Der Weltklimavertrag setzt mit der Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad ein wichtiges Signal. Erstmals wird der Klimaschutz völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben.“

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Unter 2 Grad? Umweltbuch des Monats April 2016

Die Weltklimakonferenz hat sich auf das erste Klimaschutzabkommen geeinigt, das alle Länder in die Pflicht nimmt. Mit dem Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Doch was ist dieses Paris-Abkommen wert? Am 22. April wird der letztes Jahr in Paris ausgehandelte „Weltklimavertrag“ feierlich unterzeichnet. In über 30 Beiträgen erörtern namenhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Publizistik und Gesellschaft in dem von Jörg Sommer und Michael Müller herausgegebenen Buch „Unter 2 Grad?“ die Entstehungsgeschichte, Stärken und Schwächen, Folgen und Notwendigkeiten dieses hoffentlich wichtigsten Vertrages der neueren Menschheitsgeschichte. Der Titel „Unter 2 Grad?“…

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Vom Ende der Welt Umweltbuch des Monats März 2016

Naomi Oreskes und Erik M. Conway gelingt eine erschreckend realistische Darstellung unseres Umganges mit einer der größten Bedrohungen der Menschheitsgeschichte im Gewand einer Science Fiction Story. Rückblickend aus dem Jahr 2393 wird der Untergang der westlichen Zivilisation beschrieben, die im Jahr 1540 begann, damals wurde erstmalig eine Arbeit über den Heliozentrismus veröffentlicht, und im Jahr 2093 unterging. Die etwa 100 Jahre vor dem Zusammenbruch werden als die „Penumbrische Zeit“ bezeichnet, einer Zeit im Halbschatten. Denn einer der größten Errungenschaften der westlichen Gesellschaft, den Wissenschaften, die in der Selbstwahrnehmung zu Beginn wie ein Leuchtturm strahlten, wurde nicht die notwendige Achtung zu…

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