Die heutige Gesellschaft steht wie keine andere vor ihr vor großen Herausforderungen. Fossile Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle sind endlich und verursachen beim Verbrennen klimagefährliche Treibhausgase. Dabei werden etwa drei Viertel der weltweiten Treibhausgase von den Industriestaaten wie USA, Europa und Japan verursacht. Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre hat schon heute fast das Niveau erreicht, welches nicht überschritten werden sollte, um das Klima irreversibel zu schädigen. Um den Klimawandel einzudämmen, müssen die modernen, entwickelten Volkswirtschaften es schaffen, die Klimagase drastisch zu vermindern und zudem fossile Energien durch alternative Energien ersetzen.
Weiterlesen ...Ein Freund der Erde … Jörg Sommer über das "Jahr der Wälder"
… ist ein Feind der Menschen, so formulierte es der große Dramatiker Henirk Ibsen. Und dieser Satz war das erste, was mir einfiel, als ich erfuhr, dass das neue Jahr 2011 von der UNO zum „Internationalen Jahr der Wälder“ ausgerufen wurde.
Denn meine Erfahrungen mit Internationalen Jahren sind keine allzu guten. Das Anliegen der UNO ist sicherlich lobenswert. Doch die Befürchtung bleibt, dass es dem Objekt dieses Themenjahres ähnlich ergehen könnte, wie so vielen zuvor. Wer weiß überhaupt noch, dass wir 2010 das Internationale Jahre der Biologischen Vielfalt hatten? Die Natur hat davon nichts gemerkt.
Weiterlesen ...Johannes Rau: Zukunftsverantwortung
Bundespräsident D. Dr. h.c. mult. Johannes Rau wäre am 16. Januar 80 Jahre alt geworden. Er war nicht nur ein allseits beliebter Präsident, er war auch ein fleißiger Präsident. 610 Reden und Grußworte stehen unter seinem Namen im Register des Bundespräsidialamtes, gehalten an zahlreichen Orten im In- und Ausland, aus unterschiedlichsten Anlässen und zu vielfältigen Gelegenheiten. Was die dokumentierte Ausübung des höchsten Amtes im Staate nicht sogleich verrät, sind die Vorlieben und Präferenzen, die damit verbunden sind oder sein können.
Weiterlesen ...Deal zwischen Energiekonzernen und Bundesregierung EU schließt Kartellverfahren wegen Laufzeitverlängerung nicht aus
14.01.2011: Direkt nach dem Beschluss der Regierungskoalition, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zum Teil drastisch zu verlängern, hatte sich die Deutsche Umweltstiftung an den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, Brüssel, und den Präsidenten des Bundeskartellamts, Bonn, gewandt und eine kartellrechtliche Prüfung des Beschlusses angeregt.
„Der Ausstieg aus dem Ausstieg“, so Hans Günter Schumacher, Geschäftsführer der Deutschen Umweltstiftung, „war kein Produkt eines parlamentarischen Prozesses, sondern ein unmittelbarer Deal zwischen Energiekonzernen und Bundesregierung.“
Weiterlesen ...Bald schon Standard? Häuser, die mehr Energie produzieren als verbrauchen
13.01.2011: Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, gehört zu den Erstunterzeichnern einer Petition, die eine fundamentale Neuausrichtung des Bauwesens fordert. In der vom bekannten Nachhaltigkeits-Architekten Rolf Disch initierten und u.a. von Franz Alt, Antje Kunstmann, Boris Palmer und Prof. Claus Leggewie unterzeichneten Petition an die Bundesregierung heißt es:
Weiterlesen ...GOOD FOOD – BAD FOOD Die Deutsche Umweltstiftung empfiehlt neuen Dokumentarfilm
11.01.2011: Die Deutsche Umweltstiftung empfiehlt den neuen Dokumentarfilm GOOD FOOD – BAD FOOD der französischen Dokumentarfilmerin Coline Serreau für den Einsatz im Schulunterricht. Der Film startet am 20. Januar 2011 in den deutschen Kinos und ist nach den Worten von Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung „Der eindringlichste Dokumentarfilm seit WE FEED THE WORLD“.
Weiterlesen ...Ein Film – Eine Vision von Jörg Sommer
Coline Serreau, eine der bekanntesten und erfolgreichsten Filmemacherinnen Frankreichs, hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Nach Erfolgen als Bühnen- und Filmschauspielerin schrieb sie erfolgreiche Drehbücher, produzierte Kurz- und Dokumentarfilme für das französische Fernsehen und schließlich mit „Drei Männer und ein Baby“ eine der erfolgreichsten Kömodien des französischen Kinos. Nach mehreren erfolgreichen Bühnenstücken hat sie mit ihrem neuen Projekt GOOD FOOD – BAD FOOD die Möglichkeiten des Dokumentarfilms radikal ausgelotet.
Weiterlesen ...Der Ecological Footprint: Die Welt neu vermessen von Dr. Mathis Wackernagel
Was nutzt ein Flugzeug ohne Navigationsinstrumente? Sicher, es fliegt. Aber wie hoch, wie schnell? Und wie lautet seine genaue Position? Ohne Armaturen weiß der Pilot nicht einmal, wie viel Treibstoff sich noch in den Tanks befindet. Bei schlechtem Wetter oder nachts wird der Flug lebensgefährlich. Nicht wesentlich anders geht es uns mit dem Naturverbrauch.
Wie viele Ressourcen kostet ein Frühstück, ein Urlaub, eine neue Wohnung? Wie viel Natur benötigt eine Stadt, ein Kraftwerk, eine Nation oder die Menschheit als Ganzes?
Weiterlesen ...Umweltschutz durch Strafrecht? Jörg Sommer über Illusionen und Irritationen
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 19. November 2008 die Richtlinie 2008/99/EG über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt beschlossen (ABl. L 328 vom 6.12.2008, S. 28). Mit dieser Richtlinie werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, schwere Verstöße gegen das gemeinschaftliche Umweltschutz- recht unter Strafe zu stellen.
Weiterlesen ...Stoppt die EU die Laufzeitverlängerung?
Germersheim, 04.11.10: Der Deutsche Bundestag hat am 28. Oktober 2010 mit der Mehrheit der Regierungskoalition das so genannte Energiekonzept einschließlich der Verlängerung der Laufzeiten der 17 Atomkraftwerksblöcke verabschiedet.
Die Deutsche Umweltstiftung hat das aktuelle Gesetzgebungsverfahren geprüft und festgestellt, dass die zugrundeliegende Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den vier großen Energiekonzernen – ENBW, E.ON, RWE und Vattenfall – eklatant gegen EU-Wettbewerbsrecht verstößt. Zudem hat die Bundesregierung ihre Vorab-Informationspflicht gegenüber der EU verletzt.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Umweltstiftung, Jörg Sommer, hat sich daher heute an den zuständigen EU-Kommissar Joaquín Almunia gewandt und ihn gebeten, nicht nur ein formelles Kartellverfahren einzuleiten, sondern auch unmittelbar auf die Bundesregierung Einfluss zu nehmen, um das laufende Gesetzgebungsverfahren bis zu dessen Abschluss auszusetzen.

