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Deutsche Umweltstiftung

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Berlin, 20.04.16: Am kommenden Freitag, den 22. April 2016 wird der im vergangenen Dezember in Paris ausgehandelte Weltklimavertrag in New York unterzeichnet. Deutschland wird zu den Erstunterzeichnern des Pariser Abkommens gehören: Das Bundeskabinett hat am 9. März beschlossen, das Abkommen zu ratifizieren.

Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, erklärte dazu heute in Berlin bei der Vorstellung des Buches „Unter 2 Grad? Was der Weltklimavertrag wirklich bringt“:

„Der Weltklimavertrag setzt mit der Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad ein wichtiges Signal. Erstmals wird der Klimaschutz völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben. Ob dieses Abkommen aber wirklich der nötige historische Durchbruch ist, wird sich jedoch erst zeigen, wenn die dazu notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden.“ Für Sommer liegt darin die Herausforderung der kommenden Jahrzehnte: „Der Vertrag setzt auf freiwillige Selbstverpflichtungen. Davon gibt es aber noch zu wenig, um die formulierten Ziele zu erreichen. Auch Deutschland muss die Anstrengungen weiter verstärken. Der globalen Wirtschaft steht eine Dekarbonisierung bevor. Diese zügig und sozialverträglich umzusetzen, wird eine große Herausforderung darstellen.“

Das von Jörg Sommer gemeinsam mit Michael Müller, dem Vorsitzenden der NaturFreunde Deutschland e.V., herausgegebene Buch vereint Exklusivbeiträge von über 30 namhaften Experten aus Wissenschaft, Politik, Medien und NGOs. Sie alle analysieren Stärken und Schwächen des Weltklimavertrages.

Nach einer umfassenden Erläuterung des Weltklimavertrages und seiner Geschichte plädiert u. a. Peter Hennicke für ein neues Narrativ im Klimaschutz, Claudia Kemfert erläutert neue politische und wirtschaftliche Chancen durch das Paris-Abkommen. Für Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium und maßgeblich am Zustandekommen des Abkommens in Paris beteiligt, ist Paris „ein historischer Wendepunkt“ und er sieht im Abkommen einen „Startschuss für die globale Transformation“. Anton Hofreiter schreibt: „Die Umsetzung des Pariser Abkommens bedeutet im Kern nicht weniger als die nächste industrielle Revolution.“ Matthias Miersch beleuchtet die Konsequenzen für die deutsche Politik, Kai Niebert betont, „Der Klimawandel lässt nicht mit sich verhandeln“ und Franz Alt legt dar, „warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht“.

Für Jörg Sommer ist klar: „Historisch ist bislang lediglich der Anspruch des Vertrages – um die Umsetzung wird ab sofort intensiv gerungen werden.“

„Unter 2 Grad? Was der Weltklimavertrag wirklich bringt“, Hrsg. Jörg Sommer und Michael Müller, 320 S., Stuttgart (Hirzel-Verlag, 2016). Das Buch ist unter der ISBN 978-3-7776-2570-6 für 19.80 Euro im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen zum Buch, zu allen Autoren und Beiträgen sowie kostenlose Grafiken unter www.unter2grad.de. Noch bis Anfang Mai läuft auf www.ecocrowd.de eine Crowdfunding-Kampagne zum Buch, mit der kostenlose Exemplare für Deutschlands Bibliotheken finanziert werden.

   

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