Deutsche Umweltstiftung warnt vor Laufzeitverlängerung von GKN 1
Vorstandssprecher nennt den Vorstoß von Ministerin Gönner "ebenso dreist wie dumm"
Pressemitteilung - Stuttgart 11.12.2009
Als "ebenso dreist wie dumm" bezeichnet Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, die Tatsache, dass sich ausgerechnet die baden-württembergische Umweltministerin Gönner als Lobbyistin der Atomindustrie betätigt.
Gönner hatte am Donnerstag darauf gedrängt, die Laufzeit eines der ältesten Atommeiler Deutschlands, Block GKN 1 in Neckerwestheim, zu verlängern.
Dazu Jörg Sommer: "Hätte der Betreiber EnBW nicht getrickst, wäre GKN 1 schon längst abgeschaltet, nur durch künstlich gedrosselte Leistung konnte die Abschaltung über die Bundestagswahl hinausgezögert werden. Offensichtlich setzte die EnBW auf einen Regierungs- und damit Politikwechsel. Und die CDU in Land und Bund spielt mit, wie der Vorstoß von Gönner zeigt. Politisch ist das schäbig, aber vor allem ist es gefährlich für über 200.000 Menschen im direkten Einzugsgebiet des Meilers, der - wie zahlreiche Störfälle in der Vergangenheit zeigten - nichts anderes als eine tickende Zeitbombe ist. GKN 1 muss abgeschaltet werden. Sofort."
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