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Deutsche Umweltstiftung warnt vor AKW-Laufzeitverlängerungen

Pressemitteilung:  Germersheim, 9. Oktober 2009

"Die Sicherheit der Bevölkerung ist nicht verhandelbar." erklärt Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, zu den aktuellen Koalitionsverhandlungen  von CDU/CSU und FDP, die am Donnerstag den Ausstieg aus dem Atomausstieg vereinbart hatten. Er fordert von der neuen Bundesregierung die unverzügliche Abschaltung der besonders störanfälligen und veralteten Meiler Bibis A und Neckarwestheim 2 und warnt vor dem erhofften Geldsegen, der durch längere Laufzeiten erkauft werden soll-

"Die Milliardensummen, die von den Stromkonzernen dabei in den Raum gestellt werden, sind Milchmädchenrechnungen. Denn gerade die ältesten Meiler, die in Kürze abgeschaltet werden sollten, müssten aufwendig nachgerüstet werden, um überhaupt den ohnehin viel zu  laschen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Am Ende werden die Betreiber ihre Gewinne klein rechnen und die Gesellschaft bleibt auf den Betriebsrisiken und zusätzlichem Atommüll sitzen. Wer jetzt so tut, als könne man die klammen öffentlichen Haushalte durch die  Verlängerung der AKW-Laufzeiten stopfen, kann nicht rechnen - oder er lügt."

Hans Günter Schumacher, Vorstandsmitglied der Deutschen Umweltstiftung, appelliert an das demokratische Gewissen der Koalitionspartner: "Der gesetzlich verankerte Atomausstieg ist ein gesellschaftlicher Konsens. Wer die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert, stellt sich gegen die Mehrheit der Gesellschaft!"

Die Deutsche Umweltstiftung fordert deshalb den Stopp aller Subventionen an die Atomwirtschaft und eine Auflösung des Atomforums, das nach Einschätzung von Bundesumweltministers Sigmar Gabriel die "Propagandazentrale der Atomkonzerne" ist, die "wie kaum eine andere Institution für das bewusste Verschweigen, Verdrängen und Verharmlosen der Gefahren, die mit der kommerziellen Nutzung der Atomenergie verbunden sind" steht.

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