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Kleine Energiewunder groß im Kommen:
Holzpellets erfreuen sich eines immer größer werdenden Absatzes

Gesche Thielmann
Gesche Thielmann
Westerwälder Holzpellets GmbH
Schulweg 8-14
D-57520 Langenbach
Auf den ersten Blick sind die kleinen Holzröllchen ziemlich unscheinbar. Doch in den zylindrisch verpressten Würmchen steckt mehr drin als man dem ersten Anschein nach vermuten würde: Sie sorgen in zahlreichen Heizungsanlagen für wohlige Wärme und stehen heizwerttechnisch somit auf einer Stufe mit Öl, Gas und Erdwärme.

Besonders seitdem Öl und Gas immer teurer werden, gilt den ökologischen Holzpellets mehr Interesse. Nicht nur, dass Pellets - anders als diese fossilen Brennstoffe – nicht an den globalen Markt gebunden sind und so hinsichtlich des Preises punkten können: Auch ökologisch bringen Pellets schlagende Argumente mit.

So werden Holzpellets zu 100% aus reinen Holzspänen oder Sägemehl ohne Zugabe von Chemikalien verpresst. Zur Stabilisation verwendet man lediglich etwas Speisestärke. So sind Pellets eine absolut naturbelassene Heizvariante. Darüber hinaus genügt ein entsprechend hoher Druck, um die Sägespäne durch eine Matrize zu pressen und in diesem Schritt die Pellets zu produzieren. Verschiedene Zertifizierungen (z. B. DIN Plus- und Ö-Norm) überprüfen ständig die Qualität von Holzpellets und sichern somit gute Ware.

Ringmatritze, durch die die Pellets gepresst werdenAber wo kommt der viele Rohstoff her? Manch einer mag fragen, was die Umweltfreundlichkeit nutzt, wenn dafür unsere Wälder abgeholzt werden müssen. Aber es gibt gute Nachrichten: Der Rohstoff ist ein reines Nebenprodukt der Sägeindustrie, das ohnehin anfällt. Bei der Westerwälder Holzpellets GmbH in Langenbach im Westerwald hat man außerdem die Verwendbarkeit von Waldholz erforscht. Dort ist es gelungen, „alte“ und schwache Hölzer zu verpelletieren und so einen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Normalerweise verbleiben diese Hölzer im Wald und verrotten dort. Das CO2, das beim Verrottungsprozess in die Atmosphäre abgegeben wird, entspricht genau dem Anteil, der auch bei der Verbrennung einer entsprechenden Menge an Holzpellets freigesetzt wird. Darüber hinaus ist das auch genau der Anteil, den ein Baum im Laufe seines Lebens aus der Atmosphäre aufnimmt. Man spricht in diesem Zusammenhang von der CO2-Neutralität von Holzpellets.

Außerdem bieten Pellets den Vorteil, dass Holz ein regionaler Rohstoff ist und anders als Öl oder Gas nicht erst lange Transportwege mit Gefahren für die Umwelt hinter sich bringen muss. Es ist krisensicher, wächst immer nach und sichert außerdem Arbeitsplätze in der Region.

Und wie sieht es mit dem Heizwert aus? 1 kg Holzpellets beinhalten einen Energiewert von 4,9 kWh und entsprechen damit etwa einem halben Liter Heizöl. Somit sind sie zwar etwas platzintensiver als Heizöl, haben durch ihre hohe Energiedichte von 650kg/m³ aber ein geringeres Lagervolumen als beispielsweise Hackschnitzel. Pellets benötigen nur etwa ein 1/6 des Platzes. Wie auch Heizöl werden sie in einem Silo-Tankwagen angeliefert und in einen Lagerraum mit Schrägböden oder ein Gewebesilo eingeblasen. Das dauert bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus nur etwa 40 min. Eine Förderschnecke transportiert die Pellets in den Brennkessel und sorgt – je nach Bedarf - für Nachschub. Der Ascheanteil, der bei der Verbrennung anfällt, ist mit max. 0,5 % sehr gering und kann entweder zum düngen verwendet oder aber bequem über den Hausmüll entsorgt werden.

Eine Umrüstung lohnt sich mittlerweile sogar ohne staatliche Förderung, die es in einigen Bundesländern gibt. Auch wenn die Anschaffungskosten einer Pelletanlage zunächst höher liegen als bei einem anderen Kesseltypen: Mit den Einsparungen beim Rohstoff hat man schon nach wenigen Jahren diese Mehrkosten kompensiert und hat das gute Gefühl, dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun.

Doch nicht nur in Zentralheizungsanlagen kommen Holzpellets zum Einsatz. Auch in speziellen, vollautomatischen Zimmeröfen verbreiten sie ihre natürliche Wärme und sorgen für ein schönes Feuer. Die Befüllung geschieht in dem Fall meist manuell: Dazu eignen sich die praktischen 15-kg bzw. 25-kg Säcke, die es im Handel gibt. Darüber hinaus sind Pellets auch in Big Bags erhältlich, die bis zu einer Tonne fassen.

HolzpelletsUnd wo bekommt man Holzpellets? Derzeit sind deutschlandweit 28 Pelletwerke in Betrieb, 14 weitere kommen in den nächsten drei Jahren hinzu. Einer der ersten Produzenten ist die Westerwälder Holzpellets GmbH in Langenbach im Westerwald, die für ihr Engagement den Wuppertaler Energie- und Umweltpreis 2002 erhalten hat. Sie wurde im Mai 2001 gegründet und ging zunächst mit einer Jahreskapazität von 20.000 t pro Jahr in Betrieb. Schon bald erfolgte der Anschluss einer zweiten Presse, so dass mittlerweile 35.000 Jahrestonnen produziert werden. Damit versorgt die Westerwälder Holzpellets GmbH etwa 10.000 Einfamilienhaushalte mit Wärme. Doch auch jetzt ist ein Ende des Wachstums noch nicht in Sicht. Gemeinsam mit dem Sägewerk I. van Roje wird gerade das neue Pelletwerk „Energiepellets Oberhonnefeld GmbH“ gebaut. In Langenbach beschäftigt man sich derzeit intensiv mit der Verpelletierung von Waldholz zu so genannten Waldpellets®. In Zukunft werden Rohstoffe außerdem durch die Nutzung von Kurzumtriebsplantagen aufgetan. Feste Vertriebspartner im gesamten Bundesgebiet versorgen die Endkunden zuverlässig und termingerecht mit hochwertiger Ware. Die Westerwälder Holzpellets sind nach DIN Plus und Ö-Norm zertifiziert.

Gesche Thielmann
Schulweg 8-14, D-57520 Langenbach
Tel.: +49 (0)2661/6262-11, Fax: +49 (0)2661/6262-12

www.ww-holzpellets.de
www.mann-energie.de

Bilder:  Quelle: „Westerwälder Holzpellets GmbH“

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